Die Serie Squid Game hat zu einer Debatte über den Jugendmedienschutz geführt. Netflix habe sich an die Jugendschutzregeln gehalten, findet Marc Jan Eumann, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz. Bei Inhalten auf Streamingplattformen seien vor allem die Erziehungsberechtigten gefragt. Ich habe mit Eumann für @mediasres im Deutschlandfunk gesprochen.
Kategorie: mediasres
„Darüber diskutiert das Netz“: Twitter als Agendasetter des Hauptstadtjournalismus
Der Bundestagswahlkampf 2021 findet auch im Netz statt – aber nicht nur in Wahlspots und Memes, sondern auch in politischen Debatten in sozialen Netzwerken. Vor allem Twitter spielt dabei eine große Rolle. Auch wenn nur eine Minderheit der Deutschen bei Twitter aktiv ist, hat das Netzwerk großen Einfluss. Bei Twitter kreisen Politik und Medien oft um sich selbst und befeuern sich gegenseitig. Das hat Auswirkungen. Laschets Lachen im Flutgebiet, Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock – Skandale und Skandälchen auf Twitter werden auch in klassischen Medien fortgesetzt.
Deutschlandfunk-Hörer Jakob Vincent Latzko findet Twitter eigentlich nicht schlecht. Aber für ihn steht dort der oberflächliche Streit zu sehr im Vordergrund, während es zu selten um Inhalte geht. Die Auseinandersetzungen bei Twitter spiegeln seiner Ansicht nach nicht wider, was wirklich diskutiert wird. Und dem Hörer ist nicht immer klar, ob sich ein Journalist beruflich oder privat äußert.
Kurz vor der Bundestagswahl haben wir im Podcast „Nach Redaktionsschluss“ (Dlf-Audiothek) über die Bedeutung von Twitter für den Hauptstadtjournalismus gesprochen – mit unserem Hörer Jakob Vincent Latzko, mit Deutschlandfunk-Hauptstadtkorrespondentin Ann-Kathrin Büüsker, dem Journalist Martin Fehrensen vom Social Media Watchblog und mit mir. Produktion: Michael Borgers.
Warum Medien nicht über „Selbstmord“ schreiben sollten
Nur in Ausnahmefällen sind Suizide Medienthema – zu groß ist die Gefahr, dass die Taten Nachahmer finden. Die Begriffe „Selbstmord“ und „Freitod“ müssten in jedem Fall vermieden werden. Meine Episode für den @mediasres-Sprachcheck „Sagen und Meinen“ im Deutschlandfunk.
Erschlagen von der Bilderflut: Zwischen zeigen, was ist, und Voyeurismus
Es gibt Bilder, die bleiben im Kopf: das schreiende Mädchen im Vietnamkrieg, das überschwemmte Ahrtal oder der Terrorangriff im Pariser Bataclan. Viel zu viele grausame Bilder findet Deutschlandfunk-Hörer Erwin Berkemeier. Er fühlt sich von der Bilderflut in den Medien häufig erschlagen und fragt sich, wie viele Informationen sie dem Publikum überhaupt liefern kann.
Seiner Meinung nach überwiegen in den Medien gewaltsame, voyeuristische Bilder und die immer wieder gleichen, öden Symbolfotos. Wie wählen Redaktionen ihr Bildmaterial aus und wann kommen sie an ihre Grenzen? Wo hört Informationspflicht auf und wo beginnt Voyeurismus?
"Der Terroranschlag im Pariser Bataclan, die Spritze im Oberarm: Bilder können mächtig sein. Zu mächtig, findet ein Hörer. Im Podcast #NachRedaktionsschluss reden mit ihm @marcus_bornheim von @tagesschau, @JuttaSchein von @zeitonline_foto und @anhspruch. https://t.co/bSjkIOlA9Q
— DLFMedien (@DLFmedien) September 17, 2021
Über die Macht der Bilder diskutiert Erwin Berkemeier mit Jutta Schein von der Wochenzeitung „Die Zeit“, dem Chefredakteur von ARD-Aktuell Marcus Bornheim und Anh Tran aus der DLF-Medienredaktion. Ich war als Producer für Aufnahme und Schnitt verantwortlich.
Hier findet man alle Abomöglichkeiten.
Kritik an WDR und Nemi El-Hassan: „Sie muss sich glaubwürdig distanzieren“
Nach Islamismus-Vorwürfen wird Nemi El-Hassan vorerst nicht die Sendung Quarks moderieren. Er finde diese Entscheidung des WDR richtig, sagte mir „Zeit“-Redakteur Jochen Bittner im Dlf. Doch er warne davor, den Stab über sie zu brechen, wie das einige Medien täten. Es gebe aktuell die Gefahr, vorschnell zu verurteilen.
Wahl-O-Mat gestartet – die Alternativen sind längst online
Seine Premiere feierte der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2002. Seitdem hat die Bundeszentrale für politische Bildung ihr Tool immer wieder ergänzt und erneuert, so auch in diesem Jahr. Der Wahl-O-Mat hat aber mittlerweile Konkurrenz, die Lücken des Originals schließt. Mein Beitrag für @mediasres im Deutschlandfunk.
Afghanistan: Berichten, ohne vor Ort zu sein
Reportagen aus Afghanistan sind kaum noch möglich – und dennoch bekommen wir täglich neue Fotos und Videos aus dem Land. Wer macht diese Bilder und wie sind sie zu bewerten? ARD-Korrespondentin Sibylle Licht hat mir im Dlf erklärt, wie sie aus Neu Delhi über Afghanistan berichtet.
Es sind kaum noch ausländische Reporter in #Afghanistan – und dennoch sehen wir täglich neue Fotos und Videos aus dem Land. Woher diese Bilder stammen und wie sie zu bewerten sind, erklärt ARD-Korrespondentin Sibylle Licht: https://t.co/1W1BVFpQjc
— DLFMedien (@DLFmedien) August 19, 2021
Flutkatastrophe in Westdeutschland: Jede vierte Warnmeldung mangelhaft
160 Warnmeldungen in drei Tagen verschickten die Behörden, als im Juli in Westdeutschland Überschwemmungen drohten. Viele Warnungen kamen allerdings nicht in der breiten Bevölkerung an, weil sie nicht an lokale Medien gingen oder Mängel enthielten. Eine Auswertung für @mediasres im Deutschlandfunk.
Jede vierte Warnmeldung zur Flutkatastrophe wies Mängel auf. Wir haben alle 160 offiziellen Warnmeldungen ausgewertet, die an den ersten drei Hochwasser-Tagen in NRW und Rheinland-Pfalz verschickt wurden. Die Ergebnisse gibt's hier⬇️https://t.co/VSRno11nnL
— DLFMedien (@DLFmedien) August 12, 2021
Und hier noch im Gespräch mit Moderator Sebastian Wellendorf:
Gewerkschafterin fordert mehr Schutz und Unterstützung für bedrohte Journalisten
Menschen aus der Medienbranche würden auf Demos gezielt ins Visier geraten, warnt die Journalistengewerkschafterin Renate Gensch. Nachdem ihr Kollege Jörg Reichel bei illegalen „Querdenken“-Protesten in Berlin angegriffen worden ist, ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.
Keine "Sonntagsreden“, sondern mehr Unterstützung vor Ort für Journalist*innen bei Demos fordert Renate Gensch von @djuverdi, nachdem ihr Kollege @ver_jorg am Wochenende bei den "Querdenken"-Protesten in Berlin verletzt worden ist. #b0108 https://t.co/hLdDgPOxEG
— DLFMedien (@DLFmedien) August 3, 2021
Mein Interview mit Renate Gensch aus @mediasres im Deutschlandfunk.
Zwischen Nairobi und Kinshasa – Wie eine Auslandskorrespondentin arbeitet
3.600 km von Nairobi bis Kinshasa: Berichterstattung aus Ost- und Zentralafrika ist eine Mammutaufgabe. Wie kann das gehen, fragt unser Hörer Luca Chee. Und wie wird man eigentlich Auslandskorrespondentin oder -korrespondent? Wie wichtig sind Sprachkenntnisse? Und wie schafft es ein einzelner Mensch, eine Vielzahl von Ländern journalistisch abzudecken? Luca Chee hat das Gefühl, dass bestimmte Länder besonders oft und manche Regionen besonders selten in deutschen Medien vorkommen.
3.600 km von Nairobi bis Kinshasa: Berichterstattung aus Ost- und Zentralafrika ist eine Mammutaufgabe. Wie das geht, darüber reden wir in #NachRedaktionsschluss mit ihm, mit unserer Korrespondentin Antje Diekhans, @TibetSinha vom WDR und @chrsterz. https://t.co/ziC0d6SuqZ
— DLFMedien (@DLFmedien) July 30, 2021
Ob er damit richtig liegt und wie die Arbeit vor Ort abläuft, bespricht er mit unserer Ost- und Zentralafrika-Korrespondentin Antje Diekhans, dem stellvertretenden Auslandschef des WDR, Tibet Sinha, und Christoph Sterz aus der Dlf-Medienredaktion. Ich war für die Produktion verantwortlich.