Wechsel zu DAB+: Wie Norwegen und die Schweiz UKW abschalten

Zwei europäische Länder haben das schon umgesetzt, was Deutschland seit Jahren versucht: Sie haben den Umstieg zum Digitalradio DAB+ beschlossen – samt festem Abschaltdatum. Diese Entscheidung hat die Radiolandschaft in Norwegen und der Schweiz verändert. Der Beitrag meiner Kollegin Annika Schneider für unsere DAB+-Reihe in @mediasres.

Wie das Radio der Zukunft aussieht

Während das Digitalradio DAB+ um Hörerinnen und Hörer buhlt, orientieren die sich längst neu: Webradio und Streamingdienste bieten viel mehr Möglichkeiten als das klassische Radio über Antenne. Die neue Freiheit hat aber auch Nachteile – vor allem für das Klima. Der Beitrag meiner Kollegin Annika Schneider für unsere DAB+-Reihe in @mediasres.

Schluss mit UKW – aber wann?

Seit Jahren planen Medienpolitik und Sender den Umstieg von UKW auf Digitalradio. Auf ein Abschaltdatum für die alte Technologie konnten sie sich bis jetzt nicht einigen – doch den Öffentlich-Rechtlichen läuft die Zeit davon. Der Beitrag meiner Kollegin Annika Schneider zu unserer DAB+-Reihe in @mediasres.

DAB+ im Katastrophenschutz: Das Radio als Lebensretter

Bei einer Naturkatastrophe oder einem atomaren Zwischenfall spielen UKW-Radios eine wichtige Rolle, um die Bevölkerung zu informieren. Diese Aufgabe soll in Zukunft das Digitalradio übernehmen, das sich bei Notfällen selbst einschalten könnte. Mein Beitrag für unsere DAB+-Reihe in @mediasres im Deutschlandfunk.

Vom Ladenhüter zum Radiostandard: Der lange Weg des DAB+

Seit Jahren planen Medienpolitik und Sender den Umstieg auf das Digitalradio DAB+ – auf ein Abschaltdatum für UKW konnten sie sich bislang nicht einigen. Währenddessen sind Webradio und Streaming-Dienste immer beliebter geworden. Eine Recherche zur Zukunft des Digitalradios, die ich in den letzten Monaten zusammen mit Annika Schneider betrieben habe.

Wie das Digitalradio fast die Zukunft verpasst hätte

Schon vor Jahren sollte das Digitalradio die alte UKW-Technologie ablösen. Damals scheiterte das Projekt. Mit dem neuen Standard DAB+ soll nun der Durchbruch gelingen – auch, weil in den Netzausbau schon viele Millionen Euro geflossen sind. Darüber habe ich für @mediasres im Deutschlandfunk berichtet.

Es ist der Auftakt einer sechsteiligen Reihe, die ich zusammen mit Annika Schneider recherchiert und produziert habe. Eine lange Fassung davon gibt es in einem @mediasres spezial an Christi Himmelfahrt.

Parteien machen Journalisten Konkurrenz

Immer mehr politische Akteure machen ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit: Das Bundesverkehrsministerium berichtet aus dem sogenannten Neuigkeitenzimmer, der Unionsfraktionsvorsitzende „interviewt“ die Bundeskanzlerin, die AfD dreht einen sogenannten „Dokumentarfilm“. Im Netz stehen diese Formen neben traditionellem Journalismus.

Was für Auswirkungen das für Nutzer hat und auf die Arbeit von Journalisten, darüber wurde am Freitag auf der Konferenz „Formate des Politischen“ von Deutschlandfunk und Bundespressekonferenz diskutiert. Das Thema: „News ohne Journalisten – Wird der Journalismus in der Öffentlichkeit verdrängt?“

Über die neue Konkurrenz für Journalisten habe ich am Abend für „Fazit“ bei Deutschlandfunk Kultur berichtet – nachzuhören hier (Audio).

Das Radio als Trendsetter

Radio ist ein urdemokratisches Medium: Jeder kann es hören, es bringt alle zusammen. In einer neuen Reihe zeigen wir beim Deutschlandfunk, was Hörfunk kann: als Jedermann-Sender und Gemeinschaftsmedium, als Labor und Experimentierfeld, als politische Informationsquelle und Werbeträger.

Es sind sehr intensive und emotionale Collagen geworden, die historische Radiotöne zusammenbringen mit Erinnerungen erfahrener Radiomacher. Dabei sind die ehemalige WDR-Moderatorin Carmen Thomas, die jahrelang sehr erfolgreich das Radioformat „Hallo Ü-Wagen“ gemacht hat, der WDR5-Moderator und Hörspielmacher Max von Malotki sowie Astrid Kuhlmey, lange Jahre Redakteurin beim Rundfunk der DDR und später auch beim Deutschlandradio.

Isabelle Klein und ich haben eine Folge beigesteuert, in der wir uns verschiedene originäre Radioformate aus den letzten 95 Jahren angehört haben. Regie bei den Mini-Features hat Natia Koukouli-Marx geführt. Die ganze Reihe findet sich hier.

25 Jahre Deutschlandradio – beim Tag der offenen Tür in Köln

Das Deutschlandradio, für das ich arbeite, ist in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden. Nicht die einzelnen Sender Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova, sondern die gemeinsame Mutter sozusagen, die Träger der drei Sender ist – eben das Deutschlandradio.

Zum Geburtstag gab es im Mai schon einen Tag der offenen Tür im Funkhaus in Berlin, in dem Deutschlandfunk Kultur entsteht. Am 22. September können sich Hörer*innen das Funkhaus in Köln anschauen, in dem Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Nova gemacht werden.

In der Einladung schreibt Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue:

Schauen Sie hinter die Kulissen des Kölner Funkhauses, blicken Sie ins Studio, lernen Sie die Gesichter zu bekannten Stimmen und die Köpfe hinter Ihren Lieblingssendungen kennen. Vor allem: Erzählen Sie und fragen Sie. Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen. Sie werden feststellen, so ein Funkhaus steckt voller engagierter Menschen. Und so wünsche ich Ihnen, dass Sie viel sehen, noch mehr hören und einen spannenden Tag im Funkhaus erleben.

Am Nachmittag präsentiert sich auch das Medienmagazin @mediasres, für das ich arbeite. Zwischen 13.30 und 15 Uhr arbeiten wir mit Hörern in einem Studio.

Der Anhalter ist tot

Vor zweieinhalb Jahren hab ich hier die Feature-Reihe „Der Anhalter“ gelobt. Das kann man für viele Aspekte tun, mir ging es damals um den Aspekt der Transparenz. Denn die Autoren Sven Preger und Stephan Beuting haben nicht nur die Geschichte von Heinrich Kurzrock erzählt, sondern auch, wie sie dazu gekommen sind.

Das lag wohl vor allem auch daran, dass die Recherche zur Geschichte gehört, denn sie erzählt etwas über den Protagonisten der Reihe. Preger und Beuting treffen ihn unabhängig voneinander, mit einem Jahr Abstand. Am selben Ort: einer Tankstelle am Kölner Verteilerkreis. Er erzählt ihnen, er habe seine Kindheit in der Psychiatrie verbracht, mehr als 14 Jahre lang. Weggesperrt, geschlagen, missbraucht – in den 1950er und 60er Jahren sei das gewesen. Nun will Heinrich nur noch Schluss machen und sucht eine Mitfahrgelegenheit.

Schon damals erzählte Kurzrock, dass er Knochenkrebs im Endstadium hat. Am 7. Februar ist er gestorben. In einem Epilog zur Reihe teilen Sven und Stephan ihre Gefühle und Erinnerungen an Heinrich. (Hier die ganze Reihe.)