Russland schreibt Telegram-Gründer international zur Fahndung aus

Russland hat den Gründer des Messengerdienstes Telegram international zur Fahndung ausgeschrieben. Der Vorwurf: Pawel Durow soll über seinen Dienst Telegram Terrorismus unterstützen. Durow ist gebürtiger Russe, hat das Land aber vor Jahren verlassen und ist mittlerweile Franzose.

Ich habe in der Deutschlandfunk-Frühsendung „Informationen am Morgen“ und noch ausführlicher im Medienmagazin @mediasres berichtet.

Zum Abschied von Erhard Scherfer: Wie hat sich der Hauptstadtjournalismus verändert?

Nach 15 Jahren als Phoenix-Parlamentskorrespondent hört Erhard Scherfer in dieser Woche auf. Seit 1998 war er bei Phoenix, erst in Köln und dann in Bonn, seit 2011 dann im Bundestag in Berlin. Er ist einer der bekanntesten Köpfe von Phoenix.

Zum Abschied habe ich mit ihm in @mediasres im Deutschlandfunk darüber gesprochen, wie sich die Berichterstattung über die Jahre verändert hat.

Wieso die Tools zur Suche nach NSDAP-Mitgliedern so erfolgreich sind

Wer wissen will, was seine Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus getan haben, hat dafür seit ein paar Monaten Hilfe: Auf den Startseiten von zeit.de, spiegel.de und mittlerweile auch sueddeutsche.de gibt es entsprechende Tools, um eine US-Datenbank mit den Namen von NSDAP-Mitgliedern zu durchsuchen. Ich habe im Deutschlandfunk mit Willi Winkler, Autor bei der Süddeutschen Zeitung, über Erfolg und Aussagekraft der Tools gesprochen.

Deutlich mehr Programmbeschwerden gegen ARD, ZDF und Deutschlandradio

Wer unzufrieden ist mit ARD, ZDF und Deutschlandradio, kann sich offiziell beschweren und verlangen, dass ihre Aufsichtsgremien, die Rundfunkräte, dem nachgehen. 2025 haben das deutlich mehr Menschen getan als in den Jahren davor. Ich habe für den Deutschlandfunk die Zahlen recherchiert und in den Informationen am Morgen und in @mediasres darüber berichtet.

Insgesamt gab es 4.985 offizielle Programmbeschwerden gegen die Sender – ein starker Anstieg im Vergleich zum Jahr 2024, als es nur 1.129 waren. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Zum einen hat es tatsächlich mehr Beschwerden gegeben, zum anderen kamen aber viele über die Webseite rundfunkalarm.de, über die sich leichter Beschwerden einreichen lassen, wenngleich diese fehlerhaft und nicht unbedingt zielführend sind. Ich erkläre im Beitrag, warum.

Deutschlandfunk plant große Programmreform

Der Deutschlandfunk steht vor einer Programmreform – der größten seit der Gründung des Deutschlandradios vor mehr als 30 Jahren. Heute wurden die Pläne im Hörfunkrat vorgestellt, dem Aufsichtsgremium des Senders, und dessen Mitglieder haben sie diskutiert. Details will das Haus der Öffentlichkeit Anfang Juli vorstellen. Ich habe für den Deutschlandfunk über die Pläne und die Debatte berichtet, danach hat Intendant Stefan Raue dazu Fragen beantwortet.

Google haftet für selbst erstellte KI-Inhalte

Das hat das Landgericht München am vergangenen Freitag entschieden. Es geht um KI-generierte Zusammenfassungen von Nachrichtentexten. Die fallen nicht unter das Suchmaschinenprivileg, demzufolge Google nicht für die Inhalte von Links haftet. Da die KI-Zusammenfassungen aber als Eigenleistung durch Google erstellt wurden, ist das Unternehmen auch dafür verantwortlich, urteilten die Richter. Ich habe das kurz für den Deutschlandfunk zusammengefasst.

Fehler in der Moderation: ZDF korrigiert Sendung online

Das ZDF hat eine Unterlassungserklärung abgegeben, nachdem ihm der US-Unternehmer Elon Musk Lügen vorgeworfen hat. Er stört sich an einer Formulierung in der Sendung „ZDF heute live“ am vergangenen Donnerstag. Zum Beginn der Sendung sagte die Moderatorin:

„Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt, das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“

Tatsächlich hatte Musk nicht zur Jagd auf Migranten aufgerufen, sondern lediglich zu Protesten. Musk teilte Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson und des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe.

Musk forderte das ZDF über seinen deutschen Anwalt Joachim Steinhöfel dazu auf, eine Unterlassungserklärung abzugeben, was das ZDF tat. Mehr dazu in meinem Beitrag für den Deutschlandfunk.

Deutschlandfunk findet keine KI in Casdorff-Kommentaren

Der Tagesspiegel-Autor Stephan-Andreas Casdorff hat Kommentare für die Zeitung mit KI erstellt. Das hat er gegenüber der Zeitung eingeräumt, habe ich gestern im Deutschlandfunk berichtet.

Casdorff kommentiert ab und an auch im Deutschlandfunk, zuletzt im März 2026. Gegenüber dem Sender hat er versichert, dass seine Meinungsbeiträge für das Programm nicht mit KI erstellt worden seien. Der Deutschlandfunk hat das mittlerweile geprüft und hat keine Anhaltspunkte für Betrug gefunden.

Tagesspiegel macht Betrug mit KI öffentlich

In der Medienbranche wird gerade diskutiert, wo und wie künstliche Intelligenz eingesetzt werden darf. Der Berliner Tagesspiegel hat am Wochenende einen Fall öffentlich gemacht, in dem KI intransparent eingesetzt wurde. Darüber habe ich im Deutschlandfunk berichtet.

Rund-um-die-Uhr-WM: Wie kann man berichten?

Morgen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Kanada, Mexiko und den USA. Auch ARD und ZDF berichten wieder und übertragen 60 Spiele (mit Sublizenzen).

Die WM ist die größte bisher, es gibt 104 Spiele in vier Zeitzonen in drei Ländern mit 16 verschiedenen Anstoßzeiten zwischen 18 Uhr abends unserer Zeit und 6 Uhr morgens. Welche Herausforderungen darin für die Berichterstattung stecken, hat mir der ARD-Teamchef für die Fußball-WM, Harald Dietz, im Deutschlandfunk erzählt.