Dürfen Medien illegale Aufnahmen veröffentlichen?

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat eine Aktivistin der Tierrechtsorganisation „Animal Rights Watch“ verurteilt. Wie hoch die Geldstrafe ausfällt, wird separat festgelegt. Die Frau war mit einem anderen Aktivisten in einen Schlachthof in Niedersachsen eingestiegen und hatte Aufnahmen von Schweinen gemacht, die mit CO2 betäubt wurden. Das ist legal, Tierschützer beklagen aber, es sei eine brutale Tierquälerei.

Auch das ARD-Magazin „Plusminus“ hat darüber berichtet. Anders als die Aktivisten selbst darf es die illegal gemachten Bilder aber zeigen. Woher dieser Widerspruch kommt, hat mir der Medienrechtler Roger Mann im Deutschlandfunk erzählt.

Wie Israels Regierung Einfluss auf den ESC nimmt

Weil Israel beim ESC teilnehmen darf, boykottieren in diesem Jahr fünf Sender den Wettbewerb: die aus Spanien, den Niederlanden, Slowenien, Irland und Island. Es geht vor allem um das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen, aber auch um Vorwürfe, Israel habe das Abstimmungsergebnis manipuliert.

Für diese Vorwürfe hat die New York Times gerade neue Details und Belege veröffentlicht. Ich habe die für Corso im Deutschlandfunk eingeordnet.

Artikel der New York Times zum politischen Einfluss

Artikel der New York Times zur Möglichkeit, die Abstimmung zu manipulieren

Umstrittener Begriff: umstritten

Medien nutzen in Berichten gerne den Begriff „umstritten“, weil sie damit schnell einen Konflikt andeuten können. Aber umstritten sollte in der Demokratie doch eigentlich das meiste sein, warum sollte man den Begriff also für Alltägliches nutzen? Andererseits: Einige Sachen sind in der Demokratie ja eigentlich nicht umstritten, so was wie Menschenrechte zum Beispiel.

Wegen der inflationären Verwendung habe ich mir den Begriff mal für den Sprachcheck „Sagen und Meinen“ im Deutschlandfunk angesehen.

Verdachtsberichterstattung im Fall Ulmen: Wie Medien berichten können

Nachdem der „Spiegel“ am Donnerstag Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes veröffentlicht hatte, blieb es bei anderen Medien lange ruhig. Ich habe im Deutschlandfunk erklärt, warum – und wie die Medien damit umgegangen sind.

Zu viel, zu wenig Kontext, zu irreführend: Kritik an Trump-Berichterstattung

Seit über einem Jahr beherrscht US-Präsident Donald Trump nicht nur die USA, sondern auch die Medienberichterstattung – auch hier bei uns. Kein Tag, in dem es nicht um ihn geht. In der Branche wird diskutiert, ob Trumps Handeln und die Geschehnisse in den USA richtig beschrieben und eingeordnet werden. Ich habe im Deutschlandfunk die Diskussion zusammengefasst.

Tötung von Renee Good: Wie sich „alternative Fakten“ durchsetzen

Über die tödlichen Schüsse eines ICE-Beamten auf eine Frau in Minneapolis kursieren viele Falschinformationen. Viele glauben solche „alternativen Fakten“ dennoch, sagt die Politologin Jeanette Hofmann – aus Loyalität zu bestimmen Politikern.

Ich habe mit ihr im Deutschlandfunk gesprochen.