Wie können wir als Gesellschaft besser miteinander sprechen? Darüber haben Dirk von Gehlen und Stefan Niggemeier auf der Republica 2026 in Berlin gesprochen. Beide bringen kluge Gedanken ein und tauschen sich kurzweilig aus, ohne sich zu lange in Theorien zu verwickeln. Auch ein paar Einwürfe aus dem Publikum sind spannend.
Monat: August 2026
Diskussion über AfD-Politik Siegmund auf Spiegel-Cover
Auf der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sieht man ein Foto von Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Darunter steht die Überschrift: „Der gefährlichste Mann Deutschlands“. Dieses Titelblatt hat eine Diskussion in Medien und Politik ausgelöst. Im Deutschlandfunk habe ich erzählt, warum.

Forscher warnen vor schlechten Meinungsumfragen
Umfragen sind beliebt in Medien. Wie groß ist die Furcht vor islamistischen Anschlägen? Sollte unser neues Staatsoberhaupt ein Mann oder eine Frau sein? Und wie würde am Sonntag gewählt werden?
Leider sind nicht alle Umfragen wirklich aussagekräftig, weil sie schlecht gemacht sind. Das kritisieren jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der European Survey Research Association – und sie appellieren an Medien, es besser zu machen.
Darüber habe ich im Deutschlandfunk mit meiner Kollegin Kathrin Kühn aus der Wissenschaftsredaktion gesprochen. Das von ihr erwähnte Interview mit dem Forscher Ulrich Kohler findet man hier.
Verworren und intransparent: Wie die Öffentlich-Rechtlichen mit Beschwerden umgehen, ist Quatsch
Wenn ARD, ZDF und Deutschlandradio Fehler machen, darf jeder eine Programmbeschwerde einreichen. Doch das System ist extrem intransparent: Wie oft sich über welche Sendung warum beschwert wurde, ist kaum herauszubekommen. Und die Rundfunkräte entscheiden fast immer im Sinne der Sender. Ich habe meine Recherche für den Deutschlandfunk noch mal ausführlich für Übermedien aufgeschrieben.
5 Jahre nach Machtübernahme der Taliban: Wie steht es um die Medien?
Am kommenden Samstag (15.08.) ist es fünf Jahre her, dass die Taliban in die afghanische Hauptstadt Kabul eingezogen sind. Seitdem damals auch die Bundeswehrt dort Hals über Kopf abzog, ist Afghanistan mehr und mehr aus deutschen Medien verschwunden. Heute herrschen dort die Islamisten, und Deutschland schiebt Menschen zu ihnen ab.
Wir wollen auf die Medien in Afghanistan schauen und darauf, wie hier über Afghanistan berichtet wird. Darüber habe ich heute Mittag mit dem österreichisch-afghanischen Journalisten Emran Feroz gesprochen. Über die Frage, ob es überhaupt journalistische Medien in einer Diktatur wie der in Afghanistan gibt – und darüber, ob wir hier in Deutschland müde sind von Berichten aus Afghanistan.
Ceuta: Hat Desinformation die Massen bewegt?
Vor knapp zwei Wochen kamen in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika tausende Migranten an, die meisten schwammen durchs Mittelmeer. Menschenrechtler sprechen von mindestens 140 Menschen, die dabei ums Leben kamen. Fast alle der 72.000 sind mittlerweile nach Marokko zurückgekehrt.
Viele Menschen haben sich auf den Weg gemacht, nachdem sie Falschinformationen in sozialen Netzwerken gesehen hatten. Das hat sich Monir Gha|edi genauer angesehen, Faktencheckerin bei der Deutschen Welle. Ich habe mit ihr im Deutschlandfunk über ihre Recherche gesprochen.