Wenn die US-Amerikaner nichts mehr schreiben oder lesen wollen über sexuelle Übergriffe des amerikanischen Präsidenten, so habe das mit einer kompletten Überforderung von Öffentlichkeit und Journalismus zu tun. Das sagte der Politikwissenschaftler und Philosoph Michael Werz im Dlf. Ich habe ihn für @mediasres interviewt.
Kategorie: Journalismuskritik
Foulen im Kampf gegen grüne „Mainstream-Medien“
Der Publizist Wolfgang Bok wirft den deutschen Medien vor, die Grünen großgeschrieben zu haben und abweichende Meinungen zu unterdrücken. Um das zu belegen, hantiert er mit falschen Zahlen, irreführenden Zitaten und fehlenden Kontexten. Meinen kleinen Thread von gestern habe ich noch mal für Übermedien etwas ausführlicher aufgeschrieben.
Ein Gastkommentator wetterte in der @NZZ gegen die deutschen „Mainstream-Medien“ – und bekam viel Beifall von rechts. Fakten waren ihm eher egal. https://t.co/R8WXsyY3uj
— Übermedien (@uebermedien) June 24, 2019
Nachtrag, 26. Juni: Kollege René Martens weist per Twitter darauf hin, dass es über Wolfgang Bok schon einen Artikel gibt, der 2013 im „Neuen Deutschland“ erschienen ist.
Aus akt. Anlass: W. Bok ist nicht nur ein Experte für grünen Journalismus, ähnlich gut kennt er sich auch mit dem NSU aus. Und der DDR. Und vermutlich allem. Thomas Blum hat sich für @ndaktuell schon 2013 näher mit ihm befasst. https://t.co/farcuckLHn cc @stfries @uebermedien pic.twitter.com/Da2vVNlOqX
— René Martens (@renemartens) June 26, 2019
Presserat: bild.de hat sich zum Werkzeug des Christchurch-Täters gemacht
Der Deutsche Presserat hat bild.de dafür gerügt, dass es Sequenzen aus dem Video des Christchurch-Attentäters veröffentlicht hat. Dieser hatte im März die Tötung von mehr als 50 Menschen live bei Facebook übertragen. bild.de hatte Video-Ausschnitte gewählt, die den Täter auf dem Weg zu den Moscheen und beim Laden einer Waffen zeigten. Von den eigentlichen Tötungen zeigte die Redaktion nur Standbilder.
Der Presserat kritisiert: „Mit der Veröffentlichung seiner Video-Ausschnitte bot die Redaktion dem Täter genau die öffentliche Bühne, die er haben wollte.“ Sie habe damit gegen Richtlinie 11.2 des Pressekodex verstoßen, in der es heißt:
Bei der Berichterstattung über Gewalttaten, auch angedrohte, wägt die Presse das Informationsinteresse der Öffentlichkeit gegen die Interessen der Opfer und Betroffenen sorgsam ab. Sie berichtet über diese Vorgänge unabhängig und authentisch, lässt sich aber dabei nicht zum Werkzeug von Verbrechern machen. Sie unternimmt keine eigenmächtigen Vermittlungsversuche zwischen Verbrechern und Polizei.
Mit ihrer Berichterstattung habe die Redaktion aber genau das getan, sich nämlich zum Werkzeug von Verbrechern gemacht. Der Presserat kritisiert weiter:
Diese Bilder reichten jedoch, um Assoziationen zu erzeugen, die weit über das berechtigte öffentliche Interesse an dem Geschehen hinausgingen. Auch die detaillierte, dramatisierende Schilderung und drastische Bebilderung im Begleittext zum Video bedienten nach Ansicht des Beschwerdeausschusses überwiegend Sensationsinteressen.
Ich hatte das im März im Deutschlandfunk entsprechend kommentiert:
Die Medien, die sich auf die Logik des Attentäters von Christchurch eingelassen haben, waren Komplizen bei seiner Tat. Denn sie haben das vollendet, was er begonnen hat. Der Täter hat die mediale Verbreitung seiner Tat einkalkuliert. Wer ihm hilft, macht sich mitschuldig – an diesem Verbrechen, aber auch an denen von Nachahmern.
Denn dem rechtsextremen Attentäter ging es nicht nur darum, viele Muslime zu töten. Er wollte auch, dass die Welt das erfährt.
Chefredakteur Julian Reichelt war das egal. Er hatte schon zur Veröffentlichung kommentiert:
Journalismus ist dazu da, Bilder der Propaganda und Selbstdarstellung zu entreißen und sie einzuordnen. Erst die Bilder verdeutlichen uns die erschütternde menschliche Dimension dieser Schreckenstat.
Genau das hatte bild.de aber nicht getan. Es hat die Bilder nicht der Propaganda entrissen, sondern die Propaganda fortgeführt. Das sieht auch der Presserat so. bild.de hat sich mit Anerkennung des Pressekodex dazu verpflichtet, Rügen zu veröffentlichen. Beim Presserat heißt es:
Die öffentliche Rüge ist die härteste Sanktion der Beschwerdeausschüsse. Sie muss von der Redaktion in einer ihrer nächsten Ausgaben veröffentlicht werden.
Mal sehen, ob das tatsächlich passiert.
Bild lässt Greta Thunberg die Schule schwänzen, obwohl sie gar nicht mehr hin muss
Dass Greta Thunberg und die Schüler, die seit Wochen und Monaten freitags nicht in die Schule gehen, von Politikern und Journalisten diffamiert werden, ist nichts Neues.
Statt über deren Anliegen, nämlich mehr Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe, zu diskutieren, sprechen sie lieber darüber, dass die Schüler ihrer Schulpflicht nicht nachkommen – also schwänzen. Das ist ganz praktisch, weil es vom eigentlichen Thema ablenkt – klassisches Derailing, wie es von Trollen im Netz praktiziert wird, aber auch Politikern und Journalisten nicht fremd ist.
Auch die Bild-Zeitung nutzt dieses Framing und schreibt jetzt zum Beispiel:
Greta Thunberg (16) wird das kommende Schuljahr ganz schwänzen – um sich dem Kampf gegen die Klima-Krise zu widmen!
In der Überschrift heißt es zwar noch relativ neutral:
Allerdings verrät die URL, dass der Artikel ursprünglich mit anderem Titel online gegangen ist oder gehen sollte:
https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/greta-thunberg-klimaaktivistin-wird-ein-jahr-lang-die-schule-schwaenzen-62336250.bild.html
Und auch die Vorschau im Tweet von Kevin Kühnert zeigt das:
Nein, @GretaThunberg wird nicht ein Jahr lang "schwänzen". Sie fällt nach neun Jahren Schule nicht mehr unter die schwedische Schulpflicht und kann selbst entscheiden, wie sie ihre Prioritäten setzt. Kommt damit klar. #FridaysForFuture https://t.co/u5Kfm4vnN8
— Kevin Kühnert (@KuehniKev) June 1, 2019
Allerdings weist Kühnert zurecht darauf hin, dass das so nicht stimmt. Denn Greta schwänzt nicht die Schule. Das würde nur gelten, wenn sie so gegen die Schulpflicht verstoßen würde – was sie aber nicht tut, wie die Bild selbst später im Artikel schreibt:
Um ihre Schulzeit mache sie sich keine Sorgen, sagte Thunberg. Sie werde einfach ein Jahr später aufs Gymnasium wechseln. Normalerweise stünde für die junge Schwedin im August der Wechsel auf eine weiterführende Schule an. In den ersten neun Jahren gilt Schulpflicht.
Interessanterweise schreibt die Bild im selben zuerst zitierten Satz aber auch von der Klimakrise – und nutzt damit ein stärkeres Framing als mit dem sonst üblicherweise oft genutzten Begriff Klimawandel. Ein Wandel kann in die eine oder andere Richtung gehen, also auch einen positiven Wandel bringen. Beim Klima geht es allerdings für uns Menschen in eine negative Richtung, deswegen sind Begriff wie Klimakatastrophe und Klimakrise aus Sicht derjenigen, die diesen bekämpfen wollen, passender.
Ein Rücktritt ist nicht immer ein Rücktritt
Wann genau ist Heinz-Christian Strache eigentlich als österreichischer Vizekanzler zurückgetreten? Klar, das war am Samstag. Aber wann wurde sein Rücktritt wirksam?
Journalist*innen verheddern sich immer wieder, wenn es um Rücktritte geht. Denn nicht immer ist ein Rücktritt gleich vollzogen, wenn ihn jemand ankündigt. In der Realität gibt es da nämlich unterschiedliche Stufen, die ich mal so kategorisieren würde:
- Politiker*in kündigt Rücktritt an, vollzieht ihn aber nicht sofort und nennt dafür auch kein Datum
- Politiker*in kündigt Rücktritt mit Termin an
- Politiker*in sagt, dass er/sie Rücktritt angeboten habe, dieser aber noch nicht angenommen wurde
- Politiker*in tritt zurück
Journalisten scheren das allerdings oft über einen Kamm, auch am Samstag bei Strache. Denn er hatte am Mittag seinen Rücktritt nur angeboten.
Deshalb hab ich heute um 11 Uhr auch ein Gespräch mit Herrn Bundeskanzler Sebastian Kurz gehabt, wo ich meinen Rücktritt von der Funktion des Vizekanzlers der Republik Österreich angeboten habe und er diese Entscheidung annehmen wird.
Kurz wollte sich ursprünglich um 14 Uhr zu Wort melden, tat das aber stundenlang nicht. Erst um 19.45 Uhr trat er vor die Kameras und nahm den Rücktritt an. Bis dahin war dieser in der Schwebe.
Das hielt Medien aber nicht davon ab, schon am Mittag von Straches Rücktritt zu schreiben. Die Überschriften waren oft falsch, die Teaser aber zumindest meistens richtig.
Man mag das kleinlich finden, aber es spielt gerade in der Verlaufsberichterstattung etwa im Radio, Fernsehen oder online schon eine Rolle, wie gerade jeweils der Stand der Dinge ist. Zumal sich die Lage in Österreich am Wochenende auch eher langsam entwickelt hat. Hatte man schon für den Mittag erwartet, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz Straches Rücktritt annimmt, so geschah das tatsächlich erst am Abend.
Ähnlich am gestrigen Montag: Zwar hatte Kanzleramtsminister Gernot Blümel schon am Sonntag angekündigt, dass Kurz Innenminister Herbert Kickl entlassen würde und Kurz sich auch am Mittag geäußert hat, so geschah die eigentliche Entlassung tatsächlich erst am Abend. Und auch das ist genau genommen keine Entlassung, denn Kurz kann sie dem Bundespräsidenten nur vorschlagen.
Meedia verbreitet unkommentiert Springer-Botschaften

Der Branchendienst meedia.de hat vorige Woche ein vorgebliches Interview mit Springer-Chef Mathias Döpfner veröffentlicht. Im Vorspann heißt es:
Wie viele deutsche Verlage hat auch Axel Springer sich in den vergangenen Monaten für die EU-Urheberrechtsreform eingesetzt. Nach der erfolgten Zustimmung des EU-Parlaments am Dienstag darf man sagen: mit Erfolg. Weil die Initiative offenbar im eigenen Haus mitunter kontrovers diskutiert wurde, bezog CEO Mathias Döpfner nun im Springer-Intranet Stellung. MEEDIA veröffentlicht das Interview.
Journalisten lernen aus Fehlern
Auch wenn ich gestern im Deutschlandfunk kritisiert habe, wie Journalisten dem Attentäter von Christchurch eine Plattform gegeben und damit seine Tat vollendet haben: Viele Kollegen sind gut mit dem Fall umgegangen und haben sich nicht zu seinem Handlanger gemacht. Um mich mal selbst zu zitieren:
So erschien etwa die Hamburger Morgenpost am Samstag mit einer komplett schwarzen Titelseite und dem Text: „Der Massenmörder von Christchurch filmte sich bei seiner monströsen Tat, damit diese Bilder um die Welt gehen. Von uns bekommt er dafür keinen Platz.“
Keine Bilder für den Christchurch-Attentäter: So titelt heute die @mopo. pic.twitter.com/B5kSpegtD9
— Titelseiten (@titelseiten) March 16, 2019
Die Süddeutsche Zeitung erklärte, weder das Video noch Standbilder daraus zu zeigen, um sich nicht die Bildsprache des Täters zu Eigen zu machen. Auch das ZDF entschied so.
Zu Recht.
Ich habe nicht alle Medien durchgeschaut, um eine vollständige Liste zu erstellen. Aber auch netzpolitik.org zum Beispiel zeigt heute in einem Artikel zum Christchurch-Kontext bewusst ein Foto von Opfern mit der Bildunterschrift:
Statt einem Foto des Täters zeigen wir Menschen, die seiner rechtsextremen Gewalt in Christchurch zum Opfer gefallen sind. Auch das ist wichtig, weil es die Strategie des Massenmörders unterläuft.
Auch seinen Namen will netzpolitik.org nicht nennen.
Positive Beispiele nennt auch Boris Rosenkranz in seinem Kommentar bei Übermedien (kostenpflichtig) an. Er schreibt aber auch:
Das Kalkül des Terroristen dürfte aber auch dieses Mal aufgegangen sein. Das hier ist ja nur ein winziger Ausschnitt aus einer Flut von journalistischen Texten, Filmen, Livetickern auf der ganzen Welt. Und es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir darüber diskutieren: über die Bilder, die Manifeste, und über die Ohnmacht angesichts solcher Verbrechen und der Wege, diese heute digital zu verbreiten.
Spätestens, wenn der Mann vor Gericht steht, wird sich wieder, wie schon bei Breivik, die Frage stellen: Was davon verbreiten wir? Und womit machen wir uns womöglich zu Gehilfen seines menschenverachtenden Plans?
In ihrer Kolumne bei Übermedien (ebenfalls kostenpflichtig, aber immer lohnenswert) weist Samira El Ouassil heute noch mal auf den Zusammenhang zwischen der Berichterstattung über solche Taten und der Gefahr hin, dass sich dadurch Nachahmer inspiriert fühlen. Sie bezieht sich auf sein Bekennerschreiben:
Wer solche Inhalte ohne Einordnung verbreitet, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl radikalisierter Terroristen und solcher, die es noch werden könnten. Um es ganz deutlich zu schreiben: Einen Text, der zu Terrorakten inspirieren soll, sollten Zeitungen nicht prominent veröffentlichen.
Und auch was die Nicht-Veröffentlichung (oder nur verpixelt) von Fotos angeht, schreibt sie:
Es ist keine Selbst-Zensur, sondern ein Zeichen von journalistischer Souveränität, die ästhetische Deutungshoheit eines Täters zu durchbrechen.
Damit kommen viele Medien auch dem Wunsch von Menschen in Neuseeland nach. Premierministerin Jacinda Ardern hat im Parlament in Wellington angekündigt, (zumindest öffentlich) niemals den Namen des Attentäters von Christchurch auszusprechen. Sie sagte unter anderem:
Mit seinem Terrorakt wollte er viele Dinge erreichen, eines davon war Bekanntheit. Deshalb werden Sie niemals hören, dass ich seinen Namen nenne. (…)
Er ist ein Terrorist, er ist ein Krimineller, er ist ein Extremist. Aber er wird, wenn ich spreche, namenlos sein. (…)
Ich bitte Sie: Nennen Sie die Namen derer, die ihr Leben verloren, statt des Namens des Mannes, der sie auslöschte.
Damit erkennt sie an, dass es Attentätern wie diesem vor allem um Öffentlichkeit geht. Mögliche Nachahmer sollen nicht den Eindruck haben, dass sie durch Massenmord genau den zweifelhaften Ruhm bekommen, den offenbar der Attentäter von Christchurch angestrebt hat – und den ihm viele Medien auch geben, etwa die Bild-Zeitung. Vielleicht setzt tatsächlich ein Umdenken ein – wie es das schon bei Interviews mit Geiseln und Geiselnehmern während der Tat gibt (Gladbeck) oder bei Berichterstattung über Suizide. Journalisten können sich nicht von den Folgen ihrer Berichterstattung freisprechen, sie tragen Verantwortung.
Frohe Weihnachten
Wer früher damalig war, ist heute ehemalig
Journalisten verwechseln gerne mal zwei Begriffe: „ehemalig“ und „damalig“. Dabei ist eigentlich ganz klar, was damit jeweils gemeint ist:
„Ehemalig“ bedeutet laut Duden „einstig, früher„.
„Damalig“ heißt laut Duden „damals bestehend, vorhanden, gegeben; zu jener Zeit herrschend„.
Das klingt zunächst mal ähnlich, wird aber klar, wenn man beide Begriffe in einem Satz jeweils versucht, synonym füreinander zu verwenden. Wenn es zum Beispiel heißt: „Peter Müller wurde in der ehemaligen DDR geboren“ – dann bedeutet das also auf der Fläche, die ehemals die DDR war – das heißt nicht vor dem 3. Oktober 1990.
Wenn man dagegen schreibt: „Peter Müller wurde in der damaligen DDR geboren“ – dann heißt das also zur Zeit, als die DDR bestand – also zwischen dem 7. Oktober 1949 und dem 2. Oktober 1990.
„Ehemalig“ bezeichnet also etwas oder jemanden, der früher mal etwas oder jemand anderes war. „Damalig“ bezeichnet etwas oder jemanden zu dem Zeitpunkt, über den man spricht, das oder der aber heute etwas anderes ist. Wenn man das an einer Person festmacht, sieht der Unterschied so aus:
„Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder arbeitet heute als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG.“
Es heißt hier also „ehemalig“, weil Schörder zum Zeitpunkt dieser Tätigkeit kein Kanzler mehr ist. Dagegen hier:
„Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder stellte 2003 die Hartz-Reformen vor.“
Zum Zeitpunkt, über den wir sprechen, ist Schröder Kanzler – also ist „damalig“ richtig. Würde man hier schreiben: „Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder stellte 2003 die Hartz-Reformen vor“, wäre das falsch, denn 2003 war Schröder kein ehemaliger Kanzler.
Eigentlich ist das was für einen journalistischen Grundkurs, wird aber leider von Kollegen oft falsch gemacht. Also hier die Erklärung, wie’s richtig geht. Da nicht für.
Ausgerechnet Boulevard- und Regenbogenpresse startet Initiative gegen Falschmeldungen
Fünf Verlage tun sich gegen Falschmeldungen zusammen. „Agenda für True Media“ heißt die Kampagne in einer deutsch-englischen Sprachmischung, über die man auch stolpern kann. Axel Springer, die Bauer Media Group, Gruner+Jahr, die Funke Mediengruppe und Hubert Burda Media bekennen sich gemeinsam zu journalistischer Qualität und Wahrheit und wollen damit vor allem ihre Werbekunden überzeugen, bei ihnen statt bei Facebook und Google Anzeigen zu schalten.
Fünf Verlage tun sich gegen Falschmeldungen zusammen – machen ihr Geld aber mit Boulevard- und Regenbogenpresse. Moritz Tschermak vom @BILDblog sieht die #TrueMedia-Initiative im @Dlf kritisch. https://t.co/jd5aecdDHH
— DLFMedien (@DLFmedien) November 22, 2018
„Dass jetzt diese Verlage loslegen, ist mindestens fragwürdig“, findet Bildblog-Chefredakteur Moritz Tschermak. Denn Zeitungen wie die „Bild“ und die Regenbogenblätter von Burda und Bauer zeichnen sich nicht gerade durch wahrhaftige Berichterstattung aus, findet er. Ich habe mit ihm für @mediasres im Deutschlandfunk gesprochen.