Serientäter: Warum gibt es im Fernsehen so viele Krimis?

Als Bürger verabscheuen wir Verbrechen, aber als Fernsehzuschauer lieben wir sie – das zeigen die Quoten. Deutschlandfunk-Hörer Otto Elsland kann das nicht verstehen. Er habe im Moment genug Krimi im Alltag, sagt er, er will im Fernsehen auch mal was anderes sehen – zumal er befürchtet, die Gewaltexzesse verrohten die Gesellschaft.

Matthias Pfeifer, der im ZDF („fast ein Krimisender“) als Abteilungsleiter für Krimis mitverantwortlich ist, kennt solche Beschwerden, man rede im Sender oft darüber. Er findet aber, Krimis könnten ein „trojanisches Pferd“ sein, um über sie ganz andere Themen ans Publikum zu bringen, die anhand eines Verbrechens erzählt werden.

Auch die erfolgeiche Drehbuchautorin Dorothee Schön („Charité“, 17 Folgen „Tatort“) schätzt die Möglichkeit, per Krimi jedes andere Thema zu behandeln und in jede Gesellschaftsschicht zu schauen.

Ich hab mit allen drei in unserem Podcast „Nach Redaktionsschluss“ im Deutschlandfunk disktuiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu