Ein Zuschauer hat sich beim NDR-Rundfunkrat über die Tagesschau beschwert. Es geht um eine Formulierung in der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau vom 1. Februar 2026. Dort hieß es:
Vor vier Jahren, als Russland die Ukraine überfiel, gab es in Deutschland große Sorge um die Erdgas-Belieferung. Damals waren die Befürchtungen groß, dass Russland den Gashahn zudrehen könnte – was auch weitgehend geschah.
Laut Rundfunkrat bemängelte der Beschwerdeführer, dass diese Aussage nicht zutreffe und lediglich die Sichtweise der Bundesregierung wiedergebe; damit verstoße der NDR gegen den Grundsatz der zur Wahrheit verpflichteten Berichterstattung. Die Redaktion teilte demnach mit, dass die Formulierung den Umstand der tatsächlich zunächst stark reduzierten und anschließend eingestellten Lieferungen beschreibe. Der Rechts- und Eingabenausschuss des NDR-Rundfunkrats lehnte die Beschwerde ab – und so tat es auch das Plenum gerade vorige Woche.