FAZ stellt Rundfunkbeitrag wieder irreführend dar

Dass FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld ein Gegner der Öffentlich-Rechtlichen ist, ist kein Geheimnis. Immer wieder kommentiert er entsprechend, was sein gutes Recht ist. Schlimmer aber finde ich, dass er auch gerne in Berichten tendenziös schreibt und Dinge irreführend darstellt.

Das hat er in einem Kommentar jetzt wieder getan. Das Problem ist nicht seine Meinung, sondern die schiefe Darstellung, die er darin macht. Er schreibt über das Verfahren, mit dem ARD, ZDF und das Deutschlandradio ihren Bedarf für die nächste Beitragsperiode anmelden:

Das Verfahren ist aufwendig: Die Sender melden ihren „Finanzbedarf“ an – in der Regel viel zu viel, aktuell sind es drei Milliarden Euro mehr bei zurzeit rund acht Milliarden Euro Beitragseinnahmen jährlich.

Er vergleich hier allerdings Äpfel mit Birnen. Denn die drei Milliarden Euro beziehen sich auf die gesamte Beitragsperiode von vier Jahren – es sind also 750 Millionen Euro pro Beitragsjahr. Die acht Milliarden Euro beziehen sich aber auf nur ein Beitragsjahr. Innerhalb von vier Jahren sind es also 32 Milliarden Euro.

Mit diesem irreführenden Vergleich werden die Summen in ein falsches Verhältnis gesetzt, unterstützen damit aber Hanfelds Kommentar, dass das „viel zu viel“ sei.

Das kann kein Zufall sein. Denn schon im Januar 2018 hat Hanfeld genau diesen schiefen Vergleich angestellt.

Auch wenn die FAZ inzwischen offenbar auf ihre Diffamierung der öffentlich-rechtlichen Sender als „Staatsfunk“ verzichtet, so schafft sie es doch nicht, den Fakten durchgehend gerecht zu werden.

 

Offenlegung: Ich arbeite für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu