Wie Israels Regierung Einfluss auf den ESC nimmt

Weil Israel beim ESC teilnehmen darf, boykottieren in diesem Jahr fünf Sender den Wettbewerb: die aus Spanien, den Niederlanden, Slowenien, Irland und Island. Es geht vor allem um das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen, aber auch um Vorwürfe, Israel habe das Abstimmungsergebnis manipuliert.

Für diese Vorwürfe hat die New York Times gerade neue Details und Belege veröffentlicht. Ich habe die für Corso im Deutschlandfunk eingeordnet.

Artikel der New York Times zum politischen Einfluss

Artikel der New York Times zur Möglichkeit, die Abstimmung zu manipulieren

Eurovision Song Contest: Abstimmung über Israels Teilnahme verschoben

Die Waffenruhe im Gazastreifen und die Rückkehr der Hamas-Geiseln haben auch Auswirkungen auf den Eurovision Song Contest, das größte Musikevent der Welt.

Den wollten im nächsten Mai in Wien mehrere europäische Sender boykottieren, falls Israel teilnimmt – wegen dessen Vorgehen im Gazastreifen. Um das zu verhindern, hatte der ESC-Veranstalter für November eine Sondersitzung angesetzt – die jetzt aber abgesagt.

Darüber habe ich im Deutschlandfunk berichtet.

Eurovision Song Contest: Spanien will Publikumsvoting für Israel überprüfen lassen

Der Eurovision Song Contest vom Wochenende hat nicht nur Freude über den Sieger JJ aus Österreich hervorgebracht. Er hatte zwar die meisten Punkte von den nationalen Musikjurys bekommen, die meisten Punkte von den Zuschauerinnen und Zuschauern gingen aber an den Beitrag aus Israel von Sängerin Yuval Raphael, die von den Jurys gar nicht so viele Punkte bekommen hat.

Weil das so auseinanderklafft, hinterfragen mindestens zwei beteiligte Sender jetzt das Abstimmungssystem für den ESC. Darüber habe ich für Deutschlandfunk Kultur und den Deutschlandfunk berichtet.