Der Deutschlandfunk zum Mitnehmen

audiothekSeit Montag kann man den Deutschlandfunk noch praktischer hören als bisher. Das ging auch bisher schon unterwegs, mit der neuen Audiothek aber noch besser.

Sie ermöglicht es, sowohl den Livestream zu hören als auch alles sehr benutzerfreundlich abzurufen, was die drei Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova sonst so an Audio ins Netz stellen.

Durch einen Klick auf die drei Senderlogos oben bekommt man den Livestream. Ein Klick auf die blau-weiße Play-Taste bei den angezeigten Beiträgen startet dort die entsprechenden Audios. Wer mit dem Finger nach links streicht, erhält pro Ressort mehrere Beiträge aus den drei Programmen angezeigt.

Als Ressorts gibt es

  • Politik – Analyse & Hintergrund
  • Kultur
  • Wissen
  • Gesellschaft

Hinzu kommt „Zeit zum Hören“. Hier finden sich längere Sendungen wie Features, Gespräche und Musiksendungen. Wer also nicht nur auf einem kurzen Trip durch die Stadt ist, sondern länger unterwegs ist und die entsprechende Muße hat, findet hier Vertiefendes.

Über den Reiter „Mein Radio“ lässt sich das Programm individualisieren. Ein Klick auf + ermöglicht es, beliebte Sendungen, Themenbereiche und Formate hinzuzufügen.

sendungsauswahlÜber „Mein Archiv“ lassen sich Beiträge herunterladen und mit „Suche“ auch individuell suchen.

Alle Beiträge können in sozialen Netzwerken geteilt und kommentiert, per Mail verschickt oder sonstwie in passenden Apps verarbeitet und gespeichert werden.

Ein bisschen Lob konnten die Macher schon einsammeln. Radioszene schreibt:

Wir halten die neue Dlf Audiothek-App für sehr gelungen, Sie wird dem heutigen Nutzerverhalten der Hörer gerecht, der von YouTube, Spotify und Netflix gelernt hat, dass er dann seine Sendung schauen bzw. hören kann, wenn er gerade möchte. Natürlich ist sie prädestiniert für einen informationsorientierten Radiosender.

Auch die Beiträge von @mediasres, für das ich im Deutschlandfunk arbeite, lassen sich so bald überall noch praktischer abrufen. Gute Sache.

Wie schaffe ich mir ein Publikum?

Der Kampf um Aufmerksamkeit im Netz wird immer schwieriger. Ihr Publikum finden Medien nicht mehr nur auf ihrer eigenen Webseite, sondern auch auf anderen Plattformen wie etwa sozialen Netzwerken. Doch alle machen es nötig, die Nutzer dort anders anzusprechen – weil die Nutzer überall anders sind. Darum kümmert sich in immer mehr Medienhäusern die Abteilung für Audience Development. Für „Breitband“ in Deutschlandfunk Kultur habe ich mal versucht zu erklären, was das eigentlich ist und was die so machen. Das Audio dazu gibt es hier, mehr zur Sendung hier. Meine Interviewpartner waren unter anderem Torsten Beeck von Spiegel Online und Björn Wagner von Zeit Online.