Das Geschäftsmodell von stern.de

Werbung ist wichtig, um ein Angebot wie stern.de zu finanzieren. Ad-Blocker gefährden dieses Geschäftsmodell.

Schreibt stern.de heute in einem Text, „um Aufklärung zum Thema Adblocker zu betreiben“ – und zwar „mit einem Augenzwinkern, aber doch ernst“. Wer stern.de mit aktiviertem Adblocker ansurfe, bekomme eines von vier Motiven der Kampagne „BLOCKxit“ angezeigt, heißt es da. Und wer die Seite ohne Adblocker ansurft, für den sieht sie zum Beispiel so aus:

(Screenshot: stern.de)
(Screenshot: stern.de)

Das gefährdet das Geschäftsmodell des Stern natürlich nicht.

Mit Dank an Boris Rosenkranz, der mich auf die Kampagne gestoßen hat.

 

2 Gedanken zu „Das Geschäftsmodell von stern.de“

  1. Wenn der Journalismus – besonders der online-Journalismus – von der Qualität her besser wäre, dann wären die Leute eher bereit, dafür zu bezahlen, so dass die Finanzierung durch Werbung nicht so wichtig wäre. Aber mit der nervigen Werbung sind die online-Nachrichten ja kaum noch lesbar. Ständing zappelt und funkelt irgendwas, und das belastet die line-Kapazizäz auch noch. Stern und andere übernehmen einfach nur Beiträge, neuerdings hauptsächlich Video, von Argenturen oder anderen online-Quellen. Selber qualitativ hochwertigen Journalismus zu machen scheint niemandem mehr einzufallen. Manchmal glaube ich, dass in D einfach keine guten Journalisten mehr ausgebildet werden. Die BBC ist zwar auch nicht mehr das, was sie mal war, aber die deutschen Journalisten reichen im Durchschnitt da nicht einmal näherungsweise heran. In D ist der Journalismus viel zu politisch gefärbt und es gibt zu wenig objektive und unabhängige Information. Bisher meistens viel zu linkslastig, neuerdings gibt es auch einige Rechtsausleger. Also statt solche peinlichen Aktionen wie Bloxit zu starten kann man den Stern-Leuten nur sagen: Werdet besser! Oder versucht es wenigstens. Und schaltet eure peinlichsten Kommentatoren wie Julia Peirano oder Henriette Hell ab – die dienen nur der Unterhaltung. Wie wäre es mit richtigem Journalismus?

    1. Die Frage der Finanzierung ist keine, um die sich Journalisten kümmern würden, das ist Aufgabe der Geschäftsführung. Aber Sie haben sicherlich recht, dass für ein attraktiveres Angebot sicher eher gezahlt würde. Ich glaube nur, dass, wenn man diese Art von Werbung braucht, man auch gute Inhalte bieten muss. Die warten ironischerweise auf dieser Seite nicht zu finden.

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